U-Wert alleine ist zu wenig - Massivbauweise gewinnt

Das Energiebewusstsein der Österreicher ist weit fortgeschritten.

Begriffe wie "Niedrigstenergiehaus", "Solarenergie", "U-Wert" sind vielen geläufig. Das Hauptaugenmerk privater Bauherrn liegt klarerweise auf dem U-Wert (früher K-Wert).

Was gibt dieser U-Wert überhaupt an, und wann ist er gut ?

Der U-Wert gibt an, wieviel Energie (Watt) pro Quadratmet eines Bauteils bei einer Temperaturdifferenz von einem Grad Celcius durch diesen durchwandert. Eine gute Außenwand mit einem U-Wert von 0,20 W/m²K verliert bei einer Aussentemperatur von 0 Grad und einer Raumtemperatur von  22° Celcius 4,5 W pro m² Wandfläche. Wind, Sonneneinstrahlung, Lage, Undichtheiten und vieles mehr sorgen jedoch für unterschiedliche Ergebnisse. Der entscheidende Faktor ist die Speichermasse.

Zwei Fälle zur fachlichen Erläuterung:

Ein Haus mit unterschiedlich dicken Wänden und sehr massereichen Decken lässt bei einem U-Wert von 0,20 genau soviel Energie durch die Wand, wie beispielsweise ein Zelt mit Vakuumwärmedämmung. Am U-Wert werden sie die beiden Häuser nicht unterscheiden können.

Was passiert wenn die Sonne untergeht ? Das Zelt hat keine Speichermasse und so müssen Sie die Heizung einschalten um für Behaglichkeit zu sorgen. Das massive Haus hingegen gibt die Energie aus den Massebauteilen langsam ab. Bei unserem theorethischen Beispiel ward mit unendlich dicken Wänden wird es demnach nie kälter. Wenn die Sonne scheint wird es auch nicht heiß.

In der Praxis verhält sich das folgendermaßen: Ihr Baumeister hat ein neues, gut gedämmtes Massivhaus gebaut. Der Heizungs- Störungsdienst, der im Oktober gerufen wurde, stellte fest, dass die Heizung noch nie eingeschaltet worden war, ledeglich das Warmwasser wurde aufbereitet. Die Sonneneinstrahlung und die Speichermasse hatten bis zu diesem Zeitpunkt das Heizen übernommen. In Leichtbauweise hätte der Bauherr bereits bei schlechtem Wetter im Sommer angerufen...

Defacto Masse gewinnt !   -    Darum Massivbauweise 

 

Wichtige Links

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